Biografie
Isaak Lee
Der Tenor Isaak Lee schloss sein Gesangsstudium im Fachbereich Vokalmusik an der Seoul National University ab, bevor er zur Vertiefung seiner künstlerischen Ausbildung an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg wechselte, wo er sein Masterstudium im Fach Operngesang absolvierte. Seine künstlerische Qualität wurde bereits früh gewürdigt: Er wurde mit ersten Preisen im Bereich des französischen Liedgesangs sowie beim renommierten Elise-Meyer-Wettbewerb ausgezeichnet.
Als gefragter Solist ist Isaak Lee auf zahlreichen Opernbühnen zu erleben, unter anderem in Mozarts „Don Giovanni”, „Die Zauberflöte” und „Die Hochzeit des Figaro” sowie in Verdis „La Traviata”. Im oratorischen Fach zählt er zu den festen Größen der Hamburger Kirchenmusikszene und ist regelmäßiger Gast in den bedeutenden Hauptkirchen der Stadt. Darüber hinaus führen ihn Engagements auf internationale Konzertbühnen – von Seoul über Sankt Petersburg bis hin zur berühmten Thomaskirche Leipzig, wo er gemeinsam mit dem Gewandhausorchester und dem Thomanerchor auftrat, einer der traditionsreichsten musikalischen Konstellationen Europas.
Bereits während seines Studiums wurde Isaak Lee vom NDR Vokalensemble als festes Ensemblemitglied verpflichtet. Seither übernimmt er dort regelmäßig zentrale Solo-Partien und arbeitet mit einigen der renommiertesten Dirigenten der internationalen Musikszene zusammen – darunter Alan Gilbert, Thomas Hengelbrock, Masaaki Suzuki, Andrew Manze, Laurence Cummings, Stephen Layton, Philipp Ahmann und Klaas Stok. Ein besonderer Höhepunkt war sein Auftritt bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen, wo er den Solo-Tenor in Händels Oratorium „Theodora” sowie in der „Ode for the Birthday of Queen Anne” sang.
Nach seinem gefeierten Solo-Auftritt zur Saisoneröffnung 2016/2017 mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester würdigte „Die Zeit” seine künstlerische Ausdruckskraft mit den Worten, Lee habe mit „zartem Schmelz und stupendem hohen C” begeistert. Auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung hob seine Interpretationskunst hervor und bescheinigte seiner Darbietung des Concerto „Nigra sum” Extraklasse, „so anrührend wie möglich und so dezent wie nötig”. Besondere Beachtung fand zudem ein Konzert unter der Leitung von Grete Pedersen, bei dem Isaak Lee abschließend eine Alt-Partie mit Countertenor-Stimme sang – eine Interpretation, die Dr. Andreas Ströbl (klassik-begeistert.de/klassik-begeistert.at) als eine Idee beschrieb, die das innere Licht der Musik zum Leuchten brachte und der Aufführung einen würdigen, friedvollen Abschluss verlieh.
In der kommenden Saison setzt Isaak Lee seinen künstlerischen Weg mit weiteren bedeutenden Einladungen fort: Er wird als Tenor-Solist bei den Bremer Philharmonikern und der Lübecker Philharmonie zu Gast sein sowie – als besondere Auszeichnung – vom SWR Symphonieorchester verpflichtet, das unter der Leitung von François-Xavier Roth in der kommenden Saison Luigi Nonos „Prometeo” aufführen wird.
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